Bundesliga - Xhaka: Der neue Schweinsteiger?

Quelle: Eurosport

Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld spricht von einem "extrem reifen Spieler, der gute technische Fähigkeiten hat und stets anspielbar ist." Sein Baseler Trainer Heiko Vogel nennt ihn ein "außergewöhnliches Talent" und HSV-Coach Thorsten Fink zieht Vergleiche zu Bastian Schweinsteiger.

Der junge Mann, dem all diese Lorbeeren zu teil werden, heißt Granit Xhaka und spielt beim Schweizer Meister FC Basel.

Xhaka ist 19 Jahre alt, wurde in Gjilan im Kosovo geboren und bekleidet die Position des zentralen Mittelfeldspielers. Im Jahr 2009 gewann er mit der Schweizer U17-Nationalmannschaft den WM-Titel in Nigeria, zwei Jahre später wurde er in Dänemark Vize-U21-Europameister.

Mit 17 Jahren feierte er sein Debüt in der A-Nationalmannschaft und holte in der vergangenen Spielzeit mit dem FC Basel seinen ersten nationalen Meistertitel.

Inzwischen hat sich der Mittelfeldregisseur sowohl beim FCB, als auch in der Nationalmannschaft etabliert und ist unumstrittener Stammspieler.

Folgt er Fink nach Norddeutschland?

"Er verfügt über hohe Spielintelligenz, liest das Spiel gut und reagiert stets richtig. Ich sehe große Ähnlichkeiten mit Bastian Schweinsteiger, den ich mit 18 Jahren in die erste Mannschaft von Bayern München geholt habe", sagt Hitzfeld über seinen Schützling.

Auch Xhakas Ex-Trainer und Förderer Torsten Fink sieht Parallelen zum deutschen Nationalspieler. "Granit und Schweinsteiger sind ähnliche Typen. Ich kenne Bastian aus meiner Münchner Zeit gut und auch ich sehe eine ähnliche Entwicklung der beiden", sagte Fink, als er noch Trainer beim Schweizer Meister war.

Kein Wunder also, das Fink nach seinem Wechsel zum Hamburger SV mit Nachdruck an einer Verpflichtung seines einstigen Musterschülers arbeitet. "Ich habe Thorsten Fink kurz getroffen, da hat er noch einmal bekräftigt, dass er Xhaka lieber heute als morgen in seinem Kader hätte", sagte Basels Sportdirektor Georg Heitz über die Offerte der Hanseaten.

"Hamburg ist keine schlechte Adresse"

Da auch der 19-Jährige mit einem Wechsel zum HSV liebäugelt, scheint dem Transfer nichts im Wege zu stehen. "Hamburg ist sicher keine schlechte Adresse. Es ist schön zu wissen, dass ein so großer Klub wie der HSV einen Typen wie mich haben möchte", sagte Xhaka über ein mögliches Engagement in der Hansestadt. "Für einen jungen Spieler ist es immer ein Traum, ins Ausland zu wechseln. Und wenn der Zeitpunkt kommt, stünde ich auch parat", so der Nationalspieler weiter.

Doch Xhaka weckt nicht nur an der Elbe Begehrlichkeiten. Wie der "Spiegel" berichtet, soll auch Borussia Mönchengladbach Interesse am Schweizer haben und laut Medienberichten habe es auch schon von Manchester United eine Anfrage für das Talent gegeben.

Wahrscheinlich ist aber, dass er spätestens in der kommenden Spielzeit mit der HSV-Raute auflaufen wird.