Eine junge Kosovo-Bernerin wird Uno-Botschafterin

Quelle: Berner Zeitung

Eine junge Bernerin kosovarischer Herkunft wird Uno-Botschafterin in New York. Marigona Isufi vertritt dort ein Jahr lang die Anliegen der Jugend. Die 19-Jährige findet, dass Integration etwas ganz Natürliches ist.

«Die Stadt Bern ist meine Heimat», sagt Marigona Isufi im Bericht von «Schweiz Aktuell» des SRF am Montag. Denn hier sei sie aufgewachsen und hier kenne sie jeden Winkel. Wenn man ihren Namen nicht kennen würde, ginge die junge Frau mit dem gewinnenden Lächeln problemlos als reine Schweizerin durch. Doch die engagierte Jungpolitikerin ist Doppelbürgerin. Ihre Eltern kommen aus dem Kosovo.

Die junge Frau will jedoch keine Vorzeige-Albanerin sein: «Integrieren musste ich mich nie, ich bin hier geboren und aufgewachsen, für mich ist Integration etwas total natürliches», sagt die Wirtschaftsmittelschülerin in perfektem Berndeutsch. Marigona Isufi ist erst 19 Jahre alt und während andere mit gleicher Herkunft gegen Vorurteile kämpfen, debattiert sie über wichtige politische Themen. Sie engagiere sich in der Politik, weil sie mitreden und gemeinsam etwas verändern wolle.

Vom EDA gewählt

Ihre Liebe zur Politik wurde im Berner Kinderparlament entfacht, wo sie auch Präsidentin war. Heute ist sie aktiv im Jugendrat und letzten Herbst hat sie für den Nationalrat kandidiert. Jetzt ist sie, die schweizerisch-kosovarische Doppelbürgerin, die Stimme der Schweizer Jugendlichen bei der UNO in New York. Gewählt wurde Marigona Isufi unter anderem vom Eidgenössischen Departement des Äussern (EDA). Bei der UNO will sie sich für alle jungen Schweizer einsetzen. Denn: «Schweizer und Migrationskinder haben die gleichen Probleme», ist Marigona Isufi überzeugt.

Für ihr Amt reist sie im Februar an eine Konferenz nach New York. Im Rahmen ihres Engagements wird sie danach an Schulen und Universitäten über die Arbeit der UNO berichten.